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Litzldorfer Zementwerk

Bayerns Geschichten Vom Wanderparkplatz Litzldorfer Tal erreicht man bergan zum Sulzberg, schon nach wenigen Metern die ersten Kaskaden. Im Litzldorfer Bergwald erfährt man mehr über die ersten Schritte der Industrialisierung Bayerns. Zwischen den Buchen ragen die Schornsteine des verlassenen Zementwerks empor. Bayern hat nur wenige, frühindustrielle Gebäude und Relikte, die uns erhalten sind. Historisch war Bayern sehr landwirtschaftlich geprägt und Rohstoffe wie im Westen Deutschlands waren nur schwer zu bergen. Erst 1844, mit der Gründung der Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen, konnten Rohstoffe in größeren Mengen nach Bayern importiert werden. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts begann damit Bayerns Industrialisierung. Lorenz Kloo, Sohn des Lederers, erkannte den Bedarf an Baustoffen und ersetzte die  Lohstampfmühle durch eine Zementmühle mit Brennofen. Das im Bach vorhandene Flyschgestein war der ideale Kalkmergel für die Herstellung und Produktion von Zement. Kalk und Ton waren be